13.08.2015

Nach dem 1:0 über Hannover: Gerald Kayser spürt keine Genugtuung

TSV Havelse – Lüneburger SK (Sonntag, 14:00)

Gerald Kayser (re.) schmeckt es derzeit.

Der Lüneburger SK sorgte mit dem 1:0 gegen Hannover 96 in der Regionalliga für einen Paukenschlag. Auch in den Spielen zuvor verkaufte sich das Team von Trainer Elard Ostermann saustark – nach den vielen Abgängen waren diese Leistungen nicht unbedingt zu erwarten. Vor dem Start gab es einigen Wirbel um den Klub, aber o wie es aussieht, haben Gerald Kayser und sein Team es erneut geschafft eine starke Truppe auf die Beine zu stellen. Wir sprachen mit Kayser über seinen Klub.

Gerald, die größte Erkenntnis nach dem 1:0 gegen Hannover?
Wenn das Team diesen Aufwand betreibt und jeder sich an seine Aufgabe hält, ist es schwierig gegen uns ein Tor aus dem Spiel, aber mittlerweile auch nach Standards zu machen. Diese Konzentration müssen wir Woche für Woche auf den Platz bringen, wenn wir weitere Siege feiern wollen. Wie immer: Jedes Spiel startest du bei null und die Vorwoche zählt nicht mehr.

Ist auch etwas Genugtuung dabei, wenn man den großen Wirbel vor der Saison betrachtet?
Nein, Genugtuung wäre die falsche Bezeichnung. Wir haben uns auf unsere Aufgaben konzentriert und konnten gegen diese Dinge nichts tun, wenn so eine Eigendynamik ihren Lauf nimmt, bist du dem ausgesetzt. Mich freut es, welchen Zuspruch wir bei den ersten beiden Heimspielen trotz Urlaubszeit hatten, ich bin schon gespannt auf die Besucherzahl gegen den FC St. Pauli am 23. August, wenn die Sommerferien zu Ende gehen.

Bedenken, dass das Team immer gefühlte 120 Prozent geben muss, am Ende der Serie oder zwischendurch die Kraft fehlen könnte?
Wir versuchen immer 100 Prozent zu geben. Was unsere Kraft angeht, sehe ich eine sehr gute Trainingsarbeit und eine Top-Betreuung durch unsere medizinische und physiotherapeutische Abteilung um Chiropraktor Gordon Janßen und Physio Thomas Kuke und sein Team. Die Leistungen, die in diesem Bereich der Pflege und Regeneration des Kaders erbracht werden, können wir gar nicht hoch genug bewerten, gerade was den Zeitraum der ganzen Saison betrifft. Hier wird in Zusammenarbeit mit dem Trainerteam und Athletik-Coach Mattis Kreiselmaier ein Super-Job gemacht.

Wie viel Schwung gibt so ein Sieg für die kommenden Aufgaben?
Das sehen wir am Sonntag…

Wie siehst du Havelse als Gegner – und was ist für euch drin?
Einen undankbareren Gegner als den TSV Havelse können wir jetzt gar nicht bekommen. Wir kommen mit einer gewissen Euphorie nach unserem ersten Saisonsieg daher, die Jungs von Trainer Gehrke haben 0:4 in Oldenburg verloren, was werden die uns wohl abverlangen am Sonntag? Ich rechne mit einer sehr umkämpften, engen Begegnung.

Wie sind die Erinnerungen an den Gegner?
Genau die Dinge, die ich eben angesprochen habe: Havelse kommt normalerweise über den geschlossenen und kampfstarken Auftritt, das haben wir bei unserer 0:1-Heimniederlage in der letzten Saison vorgeführt bekommen. Und dem VfB Lübeck haben sie 5 Kirschen verpasst...

Warum werdet ihr trotzdem ihr etwas Zählbares mitbringen?
Weil unsere Mannschaft hoffentlich mit der gleichen Griffigkeit und Konzentration wie gegen Hannover 96 ins Spiel geht.

Wie schaut es vom Kader her aus?
Alle fit, alle einsatzbereit.

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