04.01.2019

Matthias Merz: „Der VfL Lüneburg verurteilt diesen Artikel auf das Schärfste!“

Matthias Merz sieht seinen Klub zu Unrecht an den Pranger gestellt.

Am Finaltag des Budenzaubers der SV Eintracht Lüneburg ging es hoch her, im Mittelpunkt stand das Auftreten zweier VfL-Spieler, die sich durch ihr Auftreten den Unmut der Zuschauer zuzogen. Anschließend wurde das Team des VfL Lüneburg und die beiden Spieler in der Presse mit deutlichen Worten kritisiert – eine zu einseitige Sichtweise? Matthias Merz, 1. Vorsitzender der Abteilung Fußball des VfL Lüneburg, sieht seine Mannschaft zu Unrecht an den Pranger gestellt, vermisst außerdem eine objektive Darstellung der Vorfälle. Er bezieht klar Stellung zu den Vorkommnissen. Hier die wichtigsten Auszüge seines Briefes, den er an die Zeitung schrieb.

„Es wird davon gesprochen, der VfL hätte sich ins Finale getreten, hätte mit Felix Anders gar einen Obertreter in seinen Reihen. Der neutrale Leser bekommt den Eindruck vermittelt, die Mannschaft hätte durchgängig mit Fouls agiert und wäre völlig zu Unrecht ins Finale eingezogen nach 9 Spielen. Dabei wird sich auf das vermeintliche Foul von F. Anders versteift und aus dieser einen Szene so viel mehr gemacht, als es eigentlich war. Wenn ein höherklassig erfahrener Schiri aus 2 Meter Entfernung den Zweikampf als fair bewertet und das Spiel fortsetzen lässt, dann ist das zunächst einmal der Ausgangspunkt. Anzumerken ist, dass der VfL zu dieser Zeit 2:1 in Führung lag und in Überzahl spielte. Warum spielte der MTV Treubund in Unterzahl? Hatte da möglicherweise ein auch für Provokationen auf dem Platz bekannter Spieler eine Zeitstrafe erhalten? Nennt man ihn deshalb gleich Oberprovokateur?

Unabhängig davon, ob die Aktion von F. Anders für Hallenfußball als angemessen gilt oder nicht, ist es eine Frechheit, ihn dafür öffentlich an den Pranger zu stellen. Es wird hier ein Gesamtbild erzeugt, das in keinster Weise für den Auftritt des VfL Lüneburg steht und dem auch nur annähernd gerecht wird.

Es wird dem Leser weiterhin suggeriert, auch im Finale wäre die “hässliche Halbfinalfratze“ wieder aufgetaucht. Aber dann gab der LSK Spieler selber zu, dass im Zweikampf mit K. Gert kein Foul vorlag. Darüber beschwert sich dann unser Torwart Eser Sahin (völlig unnötigerweise) beim Schiri und bekommt 2 Minuten. Bringt man das mal alles in diesen vernünftig betrachteten Gesamtzusammenhang, ergibt sich ein Bild, dass man diesen Artikel inhaltlich als völlig überzogen, fast schon als Hetze bezeichnen kann und muss.

Im Übrigen belegt die 1. Herren des VfL Lüneburg derzeit den 1. Platz in der Fairnesstabelle der Bezirksliga und hat in den letzten Jahren in dieser Wertung regelmäßig vordere Plätze belegt. Das Bild, das hier vom VfL Lüneburg gezeichnet wird, ist mutwillig überzeichnet. Da haben auch nach unseren Recherchen sehr viele Beteiligte und Zuschauer sowie Leser des Artikels die Stellungnahme eines VfLers vermisst. Und genauso viele Unbeteiligte haben auch die vermeintliche Foulszene nicht als geeignet empfunden, diesen Artikel so zu verfassen. Das fällt in letzter Zeit auch bei den Artikeln über das Verhältnis Lüneburger SK/VfL Lüneburg auf. Ausgewogener und gut recherchierter Journalismus sieht anders aus. Aber vielleicht erwartet man dann auch zu viel. Dieser Artikel ist ungerechtfertigt in der Aussage und „Bild“-Zeitungsniveau.
Der Schatten, der über dem Turnier liegt, ist dieser Nachbericht!

Der VfL Lüneburg verurteilt diesen Artikel auf das Schärfste und distanziert sich deutlich von diesem.“

Kommentieren

Vermarktung: