09.01.2018

Halbzeitpfiff SV WENDISCH EVERN II: „Das, was am Ende auf dem Papier steht, ist frustrierend!“

1. Kreisklasse ++ 15. Platz ++ 4 Punkte ++ 11:54 Tore

Zu oft verließen die Spieler des SV Wendisch Evern II den Platz mit hängenden Köpfen.

Der SV Wendisch Evern II ist Dauergast im Tabellenkeller der 1. Kreisklasse – doch so duster wie in diesem Jahr sah es noch nie aus. Die Mannschaft spielt oft nicht schlecht, fängt sich aber zu einfach Gegentore. Dazu fehlt in der Offensive die nötige Durchschlagskraft. Die bisherige Ausbeute ist mehr als ernüchternd – es kann eigentlich nur besser werden… Doch gibt es Grund zum Optimismus? Wir fragten bei Trainer Stefan Ahrens nach.

Stefan, wie fällt Dein Fazit der bisherigen Saison aus?
Das, was am Ende auf dem Papier steht, ist frustrierend. Da brauchen wir nicht lange drum herumreden. Dennoch wird mir jeder zustimmen, der uns häufiger gesehen hat in der Hinrunde: Es sah häufig deutlich besser aus, als es die Tabelle vermuten lässt. Wir haben nur zu wenig daraus gemacht.

Ist die Liga eher stärker oder schwächer als erwartet?
Es gibt sowohl positive als auch negative Überraschungen. Uns war klar, dass es schwer wird, das haben wir erwartet.

Wie weit seid ihr von den eigenen Zielen entfernt?
Wir wollten besser abschneiden als in der Vorsaison. Dazu fehlt noch was. Aber wenn wir in der Rückrunde Gas geben, ist das Ziel noch zu erreichen.

Wie siehst du die eigene Trefferquote?
Da ist noch Luft nach oben. Das will ich aber nicht nur unseren Stürmern ankreiden. Wir müssen noch mehr geschlossen als Team nach vorne spielen. Denn wenn uns das gelungen ist, haben wir gute Chancen herausgearbeitet. Dennoch haben wir auch zu viele Hundertprozentige liegen lassen. Das muss auf jeden Fall besser werden.

Hat es zu oft im eigenen Kasten geklingelt?
Da ist es ähnlich: Ja, es waren deutlich zu viele Gegentore, was aber nicht allein an den Verteidigern liegt. Es geht darum, geschlossen zurückzuarbeiten und zu verteidigen. Und vor allem dürfen wir nicht nach dem ersten Gegentor gleich den Kopf hängen lassen. Insgesamt war wohl die größte Herausforderung, jedes Wochenende mit einer veränderten Mannschaft auf den Platz gehen zu müssen. Das macht es nicht leicht, sich einzuspielen. Vielleicht gelingt das in der Rückrunde besser.

Wie sieht die Zielausrichtung für die restliche Serie aus?
So viel wie möglich noch zu holen, muss unser Ziel sein. Eine konkrete Zahl will ich dabei gar nicht nennen. Und parallel sehe ich die Rückrunde schon als Vorbereitung auf die nächste Saison.

Welches Spiel hat dir am meisten Freude bereitet?
Da sind mir vor allem die Derbys in Erinnerung geblieben: Gegen Ilmenau II haben wir zum ersten Mal in der Saison kämpferisch alles gegeben und 90 Minuten lang voll dagegen gehalten. Und das gegen einen Absteiger, der klar Favorit war. Die Niederlage war knapp und es war mehr drin. Da hat man erstmals gesehen in dieser Saison, wozu die Mannschaft in der Lage ist. Und gegen Barendorf II haben wir wieder dieselbe Einstellung gezeigt und endlich den ersten Sieg geholt.

Und bei welchem Match hast du graue Haare bekommen – und warum?
Bei so ziemlich jedem Spiel, in dem wir einfach nicht das auf den Platz bringen konnten, worüber wir wenige Minuten vor dem Anpfiff in der Kabine noch gesprochen haben. Dafür sind wir dann teilweise auch heftig bestraft worden.
Wer ist von den Spielern seit dem Saisonstart nicht mehr dabei? Werden euch in der Winterpause Spieler verlassen?
Bei mir hat sich niemand abgemeldet.

Gibt es Langzeitverletzte, die in der Rückserie wieder angreifen werden?
Wer genau zum ersten Pflichtspiel auf dem Rasen steht, ist eine Wundertüte. Aber ich bin guter Hoffnung, dass Spieler wie Rittmeyer, Passow, Lamberti oder Schinkel - alles Typen, die eine Mannschaft braucht, und die lange raus waren - in der Rückrunde wieder am Start sind.

Sind Neuzugänge sicher oder geplant?
Schon während der Hinrunde ist der eine oder andere noch dazugekommen. Außerdem müssen wir mal abwarten, wie sich die Personallage bei der Ersten entwickelt und dann werden wir sehen, was passiert.

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