03.08.2018

Eintracht Elbmarsch künftig mit zwei Frauenmannschaften im Spielbetrieb

(Yannik Brunke). Vor einer spannenden Spielzeit 2018/19 stehen die Frauenfußballerinnen der Eintracht Elbmarsch. Neben den alltäglichen Herausforderungen, die die Landesliga mit sich bringt, hat der Verein an der Elbe nun erstmals eine zweite Mannschaft gemeldet – das Ergebnis jahrelanger Nachwuchsarbeit. Zunächst aber steht für die Landesligamannschaft von Trainer Jan Flindt die Nachbereitung der vergangenen Saison an. Dort ist die Mannschaft „unter den Möglichkeiten geblieben“, so Flindt.

„Dennoch sind wir zumindest mit dem achten Platz am Ende zufrieden, da wir die ganze Saison über mit dem Abstieg nichts zu tun hatten, obwohl wir teilweise massive Verletzungsprobleme hatten.“ Verbesserungspotential sieht der langjährige Coach vor allem im Defensivbereich: 64 Gegentore fing sich die Eintracht – zu viel für die Ansprüche der Elbmarscherinnen. Darüberhinaus soll auch der Stellenwert des Hobbys Fußball nach dem Beruf wieder mehr in den Fokus rücken. Dazu sagt Jan Flindt: „Die Mädels müssen verinnerlichen, dass es nicht selbstverständlich ist als Eintracht Elbmarsch in der Landesliga zu spielen. Dafür muss man viel tun!“ Zudem stellte sich die Mannschaft in der Vergangenheit auf Grund der Verletzungen zeitweise quasi von alleine auf, was sich auch auf die Trainingsleistungen auswirkte.
Zumindest das wird jetzt ein Ende haben, stellt Janine Richters, Beauftrage für Mädchen- und Frauenfußball bei der Eintracht, fest: „Durch unsere neue zweite Damenmannschaft kriegen die Mädels nun Druck von ‚unten’, denn wir sehen dort einige Spielerinnen, die auf kurzer oder langer Sicht das Zeug für die Landesliga haben.“ Die neue zweite Damenmannschaft, die in der Kreisklasse Stade/Harburg startet und vom Trainertrio Max Schneider, Andreas Braun und Marcus Albert betreut wird, geht in ihre erste Spielzeit. Hauptsächlich bildet sie sich aus Spielerinnen, die in der abgelaufenen Saison noch in der B-Jugend aktiv gewesen sind. Doch auch einige Etablierte aus der Landesligatruppe werden dazu stoßen. Richters: „Für Spielerinnen, die zuletzt wenig Spielzeit erhalten haben oder aus einer langen Verletzungspause kommen, ist die zweite Mannschaft ideal, um Spielpraxis zu sammeln. Zudem helfen sie mit ihrer Erfahrung den jungen Spielerinnen weiter – eine echte Win-Win-Situation!“

Bildunterschrift siehe Artikelende.

Um in diese Lage zu kommen, planten die Vereinsverantwortlichen lange. „Ich habe mich in meiner Anfangszeit als Trainer mit dem Vorstand zusammengesetzt und wir haben gemeinsam einen Plan entwickelt, wie wir für eigenen Nachwuchs sorgen können, um diesen dann in unsere Damenabteilung integrieren zu können“, erzählt Flindt, „Der Verein stellte daraufhin eine großartige Mädchenfußballabteilung auf die Beine, die tolle Arbeit leistet. Zuletzt konnten wir dem allerdings nicht immer gerecht werden, weil wir gar nicht allen Spielerinnen genügend Spielzeit geben konnten. Daher verließen uns einige Eigengewächse in der Vergangenheit leider. Doch dank der zweiten Mannschaft hat das nun ein Ende. Wir profitieren nun in einem sehr hohem Maße von der eigenen Vereinsarbeit.“
Mit was für einem Ziel die Damenfußballerinnen der Eintracht in die neue Saison gehen ist in jedem Fall klar: „Zunächst wollen wir mit beiden Mannschaften eine solide Saison spielen. Im Bezug auf die zweite Mannschaft heißt das, dass diese am Saisonende auf stabilen Beinen steht“, erklärt Janine Richters. „Und wir wollen weiterhin Fußball spielen; die Spiele selbst gestalten und nicht über lange Bälle gehen“, ergänzt Jan Flindt. „Das war uns immer sehr wichtig. Und dafür haben wir nach wie vor genügend Qualität.“
Von der fußballerischen Klasse der ersten Damen überzeugen kann man sich beim Bezirkspokalspiel gegen den SV Ilmenau (19. August – Anpfiff 13:00 in Deutsch Evern). Eine Woche später steigt dann der Landesligaauftakt zuhause gegen den Buchholzer FC (25. August - Anpfiff 16:00 Uhr in Drennhausen).

Bildunterschrift
Verstärken die Landesligamannschaft (v. l. n. r.): Anne-Kathrin Heuer (TuS Brietlingen), Lilly Schulze, Leonie Hildebrandt (beide eigene Jugend) und Jasmin Wagner (TSV Gladebeck)

Fotos: Celina Bunk

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