16.10.2014

2. Kreisklasse: Die Vorberichte für den 19. Oktober auf 1 Blick

Thomasburger SV – SV Karze (Sonntag, 15:00)

Der Thomasburger SV greift oben an.

Thomasburg siegte in Gellersen 7:1, Jonas Kalauch machte die Partie Spaß: „Die erste Halbzeit war schon richtig gut, wir haben von Beginn an Vollgas gegeben und hatten auch gleich gute Chancen. Vor dem Führungstreffer in der 10. Minute trafen wir zunächst das Aluminium und einen Schuss konnte der gegnerische Torwart parieren. Danach ließen wir nicht locker und drückten weiter und verwerteten endlich mal den Großteil unserer Torchancen. Dass Thomasburg 5:1 zu Halbzeit geführt hat, ist wohl auch schon einige Zeit her.

Nach der Pause kam Gellersen noch einmal um Schadenbegrenzung zu betreiben. Ein paar Möglichkeiten hatten sie auch, trafen einmal die Latte und einmal den Pfosten, doch wir erhöhten auf 7:1 und ließen es ab der 65. Minute ruhiger angehen.“
Kalauch lobt die Moral des Teams: „Trotz schlechter Nachrichten lässt sich keiner davon beeindrucken und versucht trotzdem, das Beste zu erreichen. Exemplarisch dafür ist das letzte Spiel: Am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr kam plötzlich die Hiobsbotschaft „Grippewelle“. Dennis Bohr und Kapitän Marcus März mussten leider komplett absagen, ein paar andere Spieler hatte es auch erwischt, doch sie wollten es zunächst versuchen und setzten sich auch mit auf die (dann dezimierte) Ersatzbank. Kurz vor Spielbeginn merkte dann auch Timo Bergmann, dass es bei ihm keinen Sinn macht, total verschnupft zu spielen. Dafür wurde Torwart Ingo Hoffmann, der sich eigentlich auch abgemeldet hatte, mal wieder zum Feldspieler umfunktioniert und sorgte in der Schlussphase noch mal für Schwung. Die Vorzeichen können also wirklich nicht gut aussehen, trotzdem reißen sich alle zusammen.“
Derzeit liegt der TSV auf Platz 2 – überraschend oder wie erwartet? „Hatten wir so vor der Saison nicht unbedingt erwartet, sieht aber natürlich gut aus. Momentan ist die Platzierung aber eigentlich eher zweitrangig, denn wichtig ist, wo man nach dem letzten Spieltag steht.“
Was geht im Match gegen den SV? „Wahrscheinlich denken alle, dass wir das Spiel gegen Karze schon gewonnen haben, wenn der 2. auf den Tabellenletzten trifft. Mit so einer Einstellung wird sich Karze bedanken, denn einfacher können wir es ihnen dann wirklich nicht machen. Auch wenn sie die letzten Spiele auf dem Papier klar verloren haben, lohnt sich doch ein Blick in die Nachberichte. Im letzten Spiel hat sich unser Tabellennachbar OSV II wohl auch schwer getan und erst zum Ende des Spiels den Sack zugemacht. Auch in der letzten Saison waren die Spiele gegen Karze keine einfachen Selbstgänger. Im Rückspiel waren sie knapp 80 Minuten in Unterzahl, doch haben clever verteidigt und gut verschoben. Erst in den letzten Minuten kamen wir zum Sieg durch zwei Tore von Kai Stute. Hätten wir ihn nicht gehabt, hätten wir noch drei Stunden weiterspielen können und kein Tor geschafft. Für kommenden Sonntag sind wir also gewarnt.“
Kader: „Hoffentlich sind die vergrippten Spieler bis zum Sonntag wieder fit, das wird dann die Trainingswoche zeigen. Chris Stanulewicz ist aus seinen Flitterwochen auch wieder da, er hatte am Samstag vor einer Woche geheiratet, Glückwunsch an dieser Stelle noch einmal!“

ESV Lüneburg II – TSV Bardowick II (Sonntag, 10:00)

Fußball morgens um 10 Uhr – wie uncool ist das eigentlich? „So eine frühe Zeit ist schon gewöhnungsbedürftig, aber leider auch nicht unbedingt zu ändern. Wir haben drei Herrenmannschaften, die sich bei Heimspielen an einem Sonntag den Platz teilen müssen. Da sind wir halt meistens nun mal die Ersten. So eine Zeit kann aber auch von Vorteil sein, zum Beispiel wenn der zu erwartende Gegner die Nacht zum Tag gemacht hat und noch leicht verkatert zum Spiel torkelt“, so Spieler Tim Porth.
Sportlich läuft nicht alles nach Wunsch, aber Porth sieht aus einiges Positives: „Die Teammoral ist derzeit super. Alle haben Lust zu spielen und sind gewillt, über die volle Distanz alles zu geben. Es gab zu Beginn der Saison kurzzeitig Anlaufschwierigkeiten, die sich aber wirklich schnell verbessert haben.“
Geht nach oben noch wirklich etwas? „Es geht eher nach oben als nach unten, denn da stehen wir leider zurzeit. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie auch gegen Teams aus dem oberen Drittel mithalten kann. Nehmen wir da Ochtmissen, die wir geschlagen haben. Wir sind auf einem guten Weg.“
Was geht gegen die Bardowicker Reserve? „Der ESV III hatte in der Vorbereitung ein Testspiel gegen die 2. Herren aus Bardowick, das verloren ging. Bardowick hat eine laufstarke und schnelle Truppe, die uns sicherlich fordern wird. Solange wir konzentriert bei der Sache sind und eng an unserem Gegenspieler stehen, sehe ich eine ausgeglichene Chance. Die Mannschaft muss an die letzen Spiele anknüpfen, dann werden wir auch mithalten.“
Kader: „Der ein oder andere Spieler hat seine Dauerprobleme, die lassen sich nicht ändern. Wir werden aber dennoch eine gute Truppe auf den Platz bringen.“

MTV Treubund Lüneburg III – FC Echem (Sonntag, 13:00)

Der MTV Treubund siegte in Wittorf, Trainer Ulf Baxmann machte das Match viel Freude: „Als Trainerteam waren Swen Richter und ich total begeistert vom Willen, dem Engagement und der Kampfbereitschaft unseres jungen Teams. Wir hatten zwar arge personelle Probleme und bis kurz vor dem Anpfiff nur einen Ersatzkandidaten auf der Bank, aber dann kamen noch zwei Spieler und das Team hat super gekämpft, einen frühen Rückstand weggesteckt, mit zunehmender Spieldauer zugelegt und so das Spiel mit zwei Toren gedreht. Zwar haben wir die Wittorfer dann mit einem Eigentor kurz vor der Halbzeit wieder unnötig ins Spiel zurück gebracht und mussten in der zweiten Hälfte auch einige brenzlige Eins-zu-eins-Situationen überstehen, aber nach der erneuten Führung zum 2:3 war unser Wille einfach größer, diese unerwarteten drei Punkte auch mitzunehmen. „
Was ist das Positivste, was das Team derzeit aufbieten kann? „Ich denke, dass vor allem unsere jungen Spieler, die meisten hätten ja letztes Jahr noch A-Jugend spielen können, jetzt begriffen haben, dass im Herrenfußball nicht allein Technik, sondern auch mehr körperlicher Einsatz gefragt ist, was einige der Älteren ihnen auch gut vormachen. Die Kampfbereitschaft aus dem Wittorf-Spiel habe ich vorher bei uns so nicht gesehen; sie war wohl in der Kreisliga-Reserve letzte Saison auch noch nicht so vonnöten. Positiv ist zudem, dass sich unser Kader jetzt wieder sukzessive auffüllt.“
Geht nach oben noch wirklich etwas? „Die Luft wird oben natürlich immer dünner und das Potenzial für Verbesserungen geringer. Wir stehen jetzt als Aufsteiger auf dem fünften Platz und haben vier relativ konstant punktende Aufstiegskandidaten vor uns. Alles andere wird die Zukunft zeigen.“
Was würde der Coach am liebsten sofort ändern? „Im Grunde ist zurzeit alles in Ordnung. Allein die Trainingsbeteiligung könnte etwas konstanter und bei Einigen höher ausfallen.“
Was geht gegen den FC? „Echem hat - möglicherweise urlaubsbedingt - einen schlechten Saisonstart hingelegt, ist aber immer besser geworden, und hat jetzt die letzten fünf Spiele nicht verloren, vier davon sogar gewonnen. Die sitzen uns also im Nacken und wir dürfen gegenüber der Wittorfer Leistung keinen Deut nachlassen, wenn wir wieder als Sieger vom Platz gehen wollen.“
Kader: „Bisher haben wir für Sonntag rund 20 Spieler zur Auswahl und damit erstmals die Qual der Wahl. Mal sehen, wer sich im Training besonders aufdrängt!“

VfL Bleckede II – SC Lüneburg (Sonntag, 13:00)

Der VfL verlor mit 0:6 in Bardowick, Trainer Benjamin Meyer ist immer noch satt: „Das Spiel habe ich schon verdrängt und will mich da auch nicht mehr dran erinnern. Momentan geht es ganz klar nicht nach oben. Wir müssen sehen, dass bald die Winterpause kommt und wir dann wieder frischer sind und ein paar angeschlagene Spieler zurück kommen.“
Meyer wurmt die Personalnot: „Wenn ich etwas ändern könnte, dann würde ich gern alle Spieler gesund machen und mal unbeschwert in ein Spiel zu gehen und wissen, ich hab 20 Mann dabei.“
Sonntag hängen die Trauben mehr als hoch: „Der SC Lüneburg ist absoluter Favorit, mehr muss man wohl dazu nicht sagen.“
Wie schaut es personell aus? „Ganz schlecht, ich bin gespannt, ob wir überhaupt 11 Leute zusammen bekommen…“

TSV Gellersen III – TuS Hohnstorf II (Sonntag, 13:00)

Gellersen musste sich deutlich gegen Thomasburg geschlagen geben, wie frustrierend ist so ein Spiel? „Mit solchen Spielen wie dem 1:7 gegen Thomasburg müssen wir derzeit leider leben. Ich fand insgesamt noch nicht einmal, dass wir besonders schlecht gespielt haben. Aber in der Defensive war einfach der Wurm drin. Und bei Thomasburg lief es wie von selbst. Die Jungs konnten machen was sie wollten, zwischendurch war jeder Schuss ein Treffer - sogar die Fallrückzieher… Unsere Gäste waren einfach mindestens eine Klasse besser und effektiver im Abschluss“, so Thore Lohmann.
Was ist das Positivste, was das Team derzeit bieten kann? „Dass wir zu den Spielen bisher immer mit mindestens 11 Mann antreten konnten, weil sich verstärkt alle Teams von der Ersten bis zu den Ü40-Oldies mit der Dritten identifizieren und Personal abstellen.“
Geht nach oben noch wirklich etwas? „Nein, definitiv nicht.“
Lohmann würde gern für mehr Quantität im Team sorgen: „Ich hätte für die Dritte gern noch 5-6 Spieler, die den Stamm der Mannschaft bilden und zu jedem Training am Start sind.“
Was geht gegen die TuS-Reserve? „Dazu kann ich gar nicht so viel sagen. Ich weiß nur, dass der TuS Hohnstorf II mit einer unheimlichen Euphorie in die Saison gestartet ist. Trotz allem sind laut Tabelle noch nicht so viele Punkte hängen geblieben. Aber an dem Punkt geht es uns ja ähnlich. Auf Sonntag kann man also sehr gespannt sein.“
Kader: „Zum Glück haben wir ein, zwei Rekonvaleszenten in der Zweiten, die wir mit Glück in der Dritten einsetzen können. Ansonsten bleibt nur die Hoffnung auf die "Rentnergang" - die wir gegen Thomasburg im Übrigen schmerzlich vermisst haben.“

Ochtmisser SV II – MTV Wittorf (Sonntag, 13:00)

Ochtmissen siegt in Karze, Trainer Frank Eschen sah eine eindeutige Partie: „Ich kann verstehen, dass mein lieber Trainerkollege die positiven Aspekte seiner Mannen raus stellen muss. Völlig klar. Aber die vier Karzer Chancen waren aus meiner Sicht die vier Male im Spiel, wo der Ball in unserem Strafraum kam. Dagegen war unser Passspiel in dem gegnerischen Strafraum im Dreiminutentakt. Dazwischen haben wir den Ball und Gegner laufen lassen. Es gab, muss ich fairer Weise sagen, einen Kopfball und eine 1 zu 1 Situation, wo es hätte klingeln können. Auf der anderen Seite konnte sich der Torwart über mangelnde Arbeit, und hervorragende Reflexe nicht beklagen. Ein klarer Sieg war niemals in Gefahr, unabhängig davon, dass wir am Sonntag 10 Ausfälle hatten.“
Platz 3 – zufrieden oder müsste es sogar mehr sein? „Wenn man gegen ESV und Gellersen, ohne respektlos zu sein, denn die haben ihre Sache sehr gut gemacht, 5 Punkte liegen lässt, und mit diesen zusammen mit SCL ganz oben stehen würde, dann kann die Antwort nur nein sein, nicht zufrieden. Aber ich bin beruhigt, denn momentan ist es so; bis auf SCL, dass wir entscheiden können, ob wir gewinnen oder nicht. Das klingt abgehoben, aber das Potenzial der Mannschaft gibt das her.“
Wie schwer wird es, am Ende ganz oben dabei zu sein? „Wenn wir die Einstellung und Disziplin vom Sonntag noch stabilisieren können, dann ist es mehr als nur möglich den zweiten Platz zu erreichen. Und die Truppe hat es sich dann auch definitiv verdient.“
Was würde der Coach noch am liebsten ändern? „Mentales Training bezahlen. Nur da ist noch der Wurm drin. Alles andere läuft sehr gut.“
Folgt am Sonntag der nächste Dreier? „Tja die Wittorfer, ehrlich, keine Ahnung. Ich habe schon mit meinem Kumpel Reeno Behnke gesprochen, er weiß es manchmal selber nicht. Mit der SCL-Leistung sind die ganz oben mit dabei. Mit ihren Ausrutschern eben nicht. Und mal sehen, was Reeno aus dem Hut zaubert. Wir haben gegen Karze was Neues ausprobiert, und werden es auch gegen Wittorf versuchen. Mal sehen wir die darauf reagieren können. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass wir sehr schwer arbeiten müssen, damit die Punkte in Ochtmissen bleiben.“
Kader: „Von den 10 Ausfällen am letzten Sonntag kehren zwei, eventuell vier Spieler wieder zurück. Dann kann ich unseren Kapitano wieder ins Mittelfeld stecken. Also alles gut. Ich denke, der Zug wird wieder mehr Fahrt aufnehmen.“

SV Wendisch Evern II – VfB Goseburg (Sonntag, 15:00)

Der SVW verlor beim Topteam SC Lüneburg, Stephan Zimmermann hätte gern eine andere Info zu hören bekommen: „Leider war ich aus privaten Gründen nicht anwesend, aber vom Hören her war der SC überlegen und hat somit verdient gewonnen. Aber positiv bei uns ist, die Köpfe werden nicht hängen gelassen und es wird bis zur letzten Sekunde gekämpft, wodurch wir schon einige Niederlagen abgewendet haben.“
Wohin führt der Weg in der Tabelle? „Momentan müssen wir uns darauf konzentrieren, dass wir nicht weiter unten reinrutschen. Nach oben ist noch eine Menge zu tun, aber wir werden alles geben um wieder in die Spur zu kommen.“
Was läuft nicht wie gewünscht? „Ganz klar die Verwertung der Chancen, dadurch haben wir viele Punkte liegen gelassen.“
Was geht im Heimspiel gegen den VfB? „Goseburg kann ich ehrlich gesagt nicht einschätzen, aber sie stehen vor uns und sind somit der Favorit. Wer bei uns mitspielen kann, das steht wieder erst gegen Ende der Woche fest.“

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