26.06.2018

1. Philipp-Schubothe-Cup: Ein überwältigender Erfolg und Gänsehaut pur!

Beim Puplic Viewing zeigte sich noch einmal die starke Gemeinschaft an diesem Tag.

Am vergangenen Samstag stieg auf dem Sportplatz des TSV Mechtersen/Vögelsen der 1. Schubothe-Cup. In Erinnerung an den viel zu früh verstorbenen Philipp wurde ein Tag auf die Beine gestellt, den es in dieser grandiosen Form noch nicht auf dem TSV-Gelände gab! Respekt davor, was die Organisatoren auf die Beine gestellt haben, dieser Tag wird nicht so schnell in Vergessenheit geraten! Natürlich steckte hinter diesem Turnier mit 20 Teams viel Arbeit – und vor allem Emotionen pur! Mitorganisator Guido Gehrke, der mit vielen weiteren Helfern alles gab, erlebte viel Freude, aber auch eine Menge Stress. Wir fragten nach.

Ein Siegerteam gab es auch, doch der Fußball spielte an diesem Tag nicht die Hauptrolle.

Guido, welche Gedanken kommen dir spontan, wenn du an die Veranstaltung zurückdenkst?
Es sind vor allen Dingen die vielen positiven Emotionen und die tollen Gespräche über Kalle, die im Kopf bleiben werden. Man hat gemerkt, dass er immer noch ein Teil von uns ist. Die Torschreie und der anschließende Jubel beim Public Viewing hätten ihm sicherlich gefallen. Außerdem möchte ich ein großes Lob an alle Helfer an den Verkaufs-, Verpflegungs- und Unterhaltungsständen aussprechen. Ihr habt die Veranstaltung auf ein hohes Niveau gehoben.

Wie würdest du die Atmosphäre an diesem Tag beschreiben?
Eine unglaubliche positive Stimmung, welche von allen Beteiligten getragen wurde. Unter freiem Himmel wurde gesungen, geflucht, gehofft, gezittert und am Schluss begeistert gejubelt. Mit dieser unglaublichen Resonanz haben wir nicht gerechnet! Letztlich kamen über 1000 Besucher bei zum Teil herbstlichen Witterungsverhältnissen.

Wie emotional war der Tag für alle Beteiligten?
Es gab viele lachende Gesichter und auch die eine oder andere Träne musste verdrückt werden.
Und auch auf sportlicher Ebene ging es emotional zu. Zum Abschluss des Turniertages konnte sich LDS Lüneburg verdient den Titel sichern und zeigte, wie sehr man sich über einen „kleinen“ Preis freuen kann. Das Siegerteam um Trainer Dennis Schloßstein blieb samt großem Anhang bis zum Schluss. Zudem spendeten sie eine großzügige Summe.

Was hat dich am meisten berührt?
Die tolle Stimmung der Besucher und die Atmosphäre auf und abseits des Platzes. Im Grunde genommen kann man in der Vorbereitung eines solchen Tages viel organisieren und planen, abschließend kommt es aber auf die Menschen und Besucher an, welche das Fest mit Leben füllen! Besonders bewegend war die Teilnahme von Kalles Familie und engsten Angehörigen.

Wie stolz/zufrieden ist man, wenn man die riesige Resonanz von allen Seiten sieht?
Wir sind sehr glücklich, dass das Event so viele Menschen von Nah und Fern in Vögelsen zusammenbringen konnte. Es zeigt, dass Kalle weit über die Grenzen von Lüneburg hinaus bekannt und beliebt war. Außerdem spricht es für die die fußballerische Gemeinschaft, die über die örtliche Vereinsebene hinausgeht. Letztlich hat jedes Team durch seine Teilnahme ein wichtiges Zeichen im Umgang mit Verlust gesetzt. Wir hoffen, dass Kalles, aber auch andere betroffene Familien daraus Kraft schöpfen können.

Gab es Momente des Zweifelns?

Wir haben in dieser Größe noch keine Veranstaltung auf die Beine gestellt. Es gab innerhalb der letzten Monate natürlich auch kritische Stimmen und berechtigte Diskussionen. Allerdings haben all diese Gespräche zu diesem positiven Abschluss beigetragen. Die Sponsoren, Unterstützer und Helfer haben einen großartigen Job gemacht.

Tolle Beteiligung beim Fußball schauen – als dann noch in der 95. Minute das 2:1 für Deutschland fiel – was ging dir durch den Kopf?
Ich musste erstmal kurz in mich gehen und daran denken, dass Kalle uns ganz schön lange hat warten lassen. Er wusste schon immer, wie man die Stimmung zum überschwappen bringen kann! Letztlich war es ein genialer Abschluss des Turniertages und ein guter Start in die Partynacht.

Wie groß war die Erleichterung, als der Vorhang fiel?
Den Vorhang habe ich nicht mehr fallen sehen, aber mit einigen Tagen Abstand lässt sich sagen, dass uns allen ein kleiner Stein vom Herzen gefallen ist.

Bis wann rollte der Ball neben dem Platz am Biertresen?
Bis in die frühen Morgenstunden wurde noch gefeiert und mit einem Lächeln in den Himmel geschaut. Hierbei danken wir nochmal für das Verständnis aller Anwohner!

Ganz ehrlich – wie viele Helfer erschienen zum Aufräumen?
Trotz der nächtlichen Feier waren am nächsten Morgen viele Helfer vor Ort. Dies unterstreicht nochmal die tolle Gemeinschaftsleistung aller Beteiligten.

Was gibt es noch zu sagen?
Heute ist nicht alle Tage - wir kommen wieder, keine Frage!

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