21.12.2018

Halbzeitpfiff TUS REPPENSTEDT: Komfortzone und oft zu schwache Leistungen!

Kreisliga ++ 12. Platz ++ 19 Punkte ++ 33:40 Tore

Jubelnde TuS-Spieler - in dieser Serie ein eher seltenes Bild... Wird es nach der Pause besser?

Der TuS Reppenstedt startete mit viel Euphorie in die neue Kreisliga, wurde aber ganz schnell auf den Boden der Tatsache gebracht. Die bisherige Serie kostete viel Kraft und Nerven, nur allzu selten stimmten die Leistungen. Der Klub handelte, auf der Trainerposition gab es eine Veränderung, dazu wird sich wohl auch etwas im Kader tun. Trainer Philipp Grabowski hat klare Vorstellungen, wird den Spielern noch einmal deutlich ins Gewissen reden. Und spätestens zur neuen Serie könnte das Team ein ganz anderes Gesicht bekommen – auch hier spricht der Coach klare Worte durch die Blume. Wir unterhielten uns mit Grabowski über seinen Klub.

Philipp, wie fällt dein Fazit zum bisherigen Saisonverlauf aus?
Mehr als durchwachsen, die Tabelle lügt nicht. Es ist noch ganz viel Luft nach oben.

Welche Überschrift würdest du deinem Team für die bisherigen Leistungen geben?
Raus aus der Komfortzone!

Wie weit seid ihr von den eigenen Zielen entfernt – oder wurden die sogar übertroffen?
Durch die letzten Ergebnisse sind wir wieder enger ans Mittelfeld der Tabelle herangerückt. Da müssen wir weitermachen und den Vorsprung auf die Abstiegsplätze noch mehr ausbauen. Dann sind wir im Soll.

Was ist die positivste Entwicklung deines Teams?
Die Bereitschaft jedes einzelnen Spielers, sich taktisch weiterentwickeln zu wollen und im Training an seine Grenzen gehen zu wollen. Außerdem spielen wir seit dem 8. Spieltag immer wieder mit einem anderen Torwart, sei es aus der 2./3.- oder Alten Herren – diese Situation haben die Jungs gut angenommen.

Und wo siehst du noch die größte Baustelle?
Wir müssen über 90 Minuten konstant unsere Leistung abrufen. Eine gute Halbzeit wie in Römstedt oder gegen Neetze reicht nicht aus. Diese Tatsache hat einige Punkte gekostet. Insgesamt muss jeder Einzelne im Training mehr Gas geben, deswegen raus aus der Komfortzone!

Welches Spiel war euer bestes – und warum?
Das 5:1 im Heimspiel gegen Oldenstadt. Dort haben wir im Kollektiv überzeugt und über 90 Minuten lang alles Mögliche reingehauen, nach 5 Pflichtspiel-Niederlagen in Folge. Bei unseren hohen Siegen bei Teutonia 2 und Rätzlingen hatten alle Spaß. Da ist es einfach auf dem Rasen zu stehen und Fußball zu spielen.

Und welches Spiel hat richtig genervt – und warum?
Besonders schlimm war das 1-4 im Pokal-Viertelfinale bei Heidetal. Auch das 3-5 gegen Dannenberg war brutal schwach. In solchen Situationen sieht man genau, auf wen man sich verlassen kann und wer die Ärmel richtig hochkrempelt.

Wie sieht die Zielsetzung für die restliche Serie aus?
Als erstes Ziel schnell den Klassenerhalt schaffen! Im Training gezielt das Umschaltspiel verbessern, die Pressing-Situationen besser erkennen und nutzen.

Wie schätzt du die Spielklasse insgesamt ein?
Die ersten 4 Teams werden den Aufstieg unter sich ausmachen. Und der TSV Mechtersen/Vögelsen spielt auch eine ganz starke Serie. Unten bleibt es hoffentlich auch alles so wie es ist.

Ist jemand nicht mehr dabei, der zu Saisonstart auf dem Zettel stand?
Unser langjähriger Stammtorwart Florian Böke muss verletzungsbedingt aufhören, verstärkt uns aber als Torwart-Trainer. Dazu Sven Poplat.

Wird jemand den Verein verlassen?
Nein.

Gibt es Langzeitverletzte, die wieder einsteigen werden?
Nein.

Sind Winterzugänge geplant?
Evan Kunz, Fynn Kunz und Niklas Dede (alle TSV Gellersen 3), Jonas Kirchenberg (eigene U18) – es könnten noch weitere Spieler folgen.

Wem gilt es mal seinen Dank auszusprechen?
Wir arbeiten eng im Verein mit allen Trainern zusammen, da klappt das Aushelfen in den verschiedenen Männer-Mannschaften hervorragend. Danke auch an Kai Fröhlich (Betreuer) und an Jule Ochmanek (Physio), sowie den Fußball-Obmännern Sergej Notschewneu und Nils Ohmsen.

Was gibt es noch zu sagen?
Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit André Schulz, als gleichberechtigtes Trainer-Duo. Wir planen schon in die Zukunft und haben unsere konkreten Vorstellungen. Keiner wird gezwungen, für den TuS zu spielen. Und auf der anderen Seite gibt es genug Spieler, die gerne unser Trikot tragen würden.

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