11.08.2017

Ochtmisser SV: „Nicht verstecken, sondern auch mutig nach vorne spielen!“

Ochtmisser SV – TSV Gellersen (Sonntag, 15:00)

Auf den Ochtmisser SV kommt gleich ein echter Brocke zu - hält die Defensive?

Nun wird es ernst für den Ochtmisser SV! Nach dem starken Aufstieg in die Bezirksliga mit großer Feier muss das Team beweisen, dass es bereit ist für die neue Aufgabe. Im Pokal setzte es gegen Ligakonkurrent Wendisch Evern eine Niederlage – ein ungewohntes Erlebnis nach den vielen Erfolgen. Mit dem TSV Gellersen kommt gleich ein richtiger Brocken zum OSV – folgt die nächste Ernüchterung? Co-Trainer Stefan Drews sieht sein Team gut aufgestellt, weiß aber auch, dass die Uhren in der neuen Liga ganz anders ticken. Wir sprachen mit Stefan Drews über Team und Match.

Stefan, früh aus dem Pokal raus – ärgerlich oder okay, weil nur die Punktspiele zählen?
Schon ein wenig ärgerlich. Wir hätten noch gern ein weiteres Spiel unter Wettkampfbedingungen gehabt und die Chance eine Runde weiter zu kommen war ja auch da. Aber wenn man vorne seine Chancen nicht nutzt und den Gegner bei den Gegentoren einlädt, dann verliert man so ein Spiel. Daraus müssen wir aber schnellstens unsere Lehren ziehen.

Ist das Team bereit für den Saisonstart – oder hättest du gern noch mehr Vorbereitung gehabt?
Wir sind noch nicht da, wo wir gerne stehen würden, deshalb hätte die Vorbereitung gerne noch 14 Tage länger gehen können. Einige Spieler konnten erst sehr spät ins Training einsteigen, einige nur unregelmäßig trainieren. Wir werden sicherlich bis Ende August brauchen bis alle annährend auf dem gleichen Stand sind.

Wie groß ist die Euphorie noch – oder ist eher der Druck gewachsen?
Die Vorfreude auf die Bezirksliga ist nach wie vor riesengroß. Der Druck ist nicht größer geworden. Der Druck in der Kreisliga wäre speziell in der neuen Saison mindestens genauso groß gewesen, um unter den Top-Mannschaften zu landen und sich für die Heide-Wendland qualifizieren.

Wie schwer wird es in der neuen Liga schnell anzukommen?
Grundsätzlich sehe ich unseren Kader stark genug, um auch in der Bezirksliga eine vernünftige Rolle zu spielen. Auch wenn wir ein hammerhartes Auftaktprogramm haben, müssen wir möglichst schnell anfangen zu punkten.

Was wird deiner Meinung nach der größte Unterschied zur Kreisliga sein?
Die spielerische Qualität und das Tempo werden nochmal um einiges höher sein, als in der Kreisliga. Fehler werden noch konsequenter bestraft und vor dem gegnerischen Tor gilt es die Chancen noch konsequenter zu nutzen als in der Kreisliga.

Sogar ein Vorteil, dass ihr eher selten als Favorit in eine Partie geht?
Das glaube ich nicht. Mit der Favoritenrolle ist die Mannschaft speziell in der vergangenen Rückrunde eigentlich sehr gut umgegangen. Wir wussten zu Beginn der Rückrunde, dass wir uns keine großen Ausrutscher leisten dürfen, wenn wir noch um den Aufstieg mitspielen wollen. Und dann haben wir ja eine imposante Serie hingelegt.

Wie groß sind der Kader und der Konkurrenzkampf bei euch?
Der Kader umfasst 21 Spieler. Der Konkurrenzkampf ist auf einigen Positionen richtig groß und wir sind doppelt gleichstark besetzt. Da wird es, wenn alle fit sind, den einen oder anderen Härtefall geben. Aber die Erfahrung zeigt auch, dass jeder einzelne Spieler gebraucht wird und seine Einsatzzeit bekommt, wenn er dran bleibt.

Wie siehst du den TSV Gellersen als Gegner?
Da ist natürlich ein Hammer-Auftakt, gleich einen der Favoriten und mit einem Derby zu starten. Gellersen ist in der Offensive richtig stark besetzt, da wird einiges auf uns zukommen. Trotzdem wollen wir uns nicht verstecken, sondern auch mutig nach vorne spielen.

Bedenken, es könnte gleich einen ordentlichen Dämpfer geben?
Wenn die Jungs alles investieren was sie auszeichnet, nein.

Wie schaut es vom Kader her aus?
Marcel Drews fällt weiter aus. Jacob Gimball droht ebenfalls auszufallen und Simon Kügel hat sich gestern beim Testspiel noch am Rücken verletzt. Sonst sind alle an Bord.

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