16.01.2018

Halbzeitpfiff OCHTMISSER SV II: „Es ist der mentale Schalter, der umgelegt werden muss!“

2. Kreisklasse ++ 4. Platz ++ 21 Punkt ++ 36:23 Tore

Wird der Ochtmisser SV II auch nach der Pause Grund zur Freude haben?

Die Reserve des OSV legte richtig stark los, aber nach und nach zeigte die Kurve etwas nach unten. Die Mannschaft verfügt über einiges an Potential, hat viele junge Spieler in seinen Reihen – doch irgendwie fehlte bisher der letzte Kick, um noch weiter oben zu stehen. Dazu hat das Team ein echtes Torwartproblem, die Position ist seit längerer Zeit vakant – hat sich da etwas verändert? Können die Wikinger noch zulegen – oder trudelt das Übungsjahr ohne Auf- und Absteiger eher aus? Wir fragten bei Frank Eschen nach.

Frank, wie fällt dein Fazit der bisherigen Saison aus?
Sehr durchwachsen. Ich habe sehr gute Veranlagungen und Ausbildungsstände der Spieler gesehen, aber auch sehr Nachdenkliches. Insgesamt aber nichts erschreckendes.

Ist die Liga eher stärker oder schwächer als erwartet?
Das tritt leider wegen des fehlenden Aufstiegreizes in den Hintergrund. Außerdem lässt sich auch keine genaue Standortbestimmung machen, da doch alle nur für die kommende Saison üben und so, wie wir auch, Niederlagen auch geplant hinnehmen.

Wie weit seid ihr von den eigenen Zielen entfernt?
Ich denke, dass wir gar nicht so weit weg sind. Es ist der mentale Schalter, der umgelegt werden muss. Wir spielen ja quasi mit einer U19. Und der Schritt von der behüteten und "gesicherten" Jugend in die raue, harte und "schutzlose" Herrenwelt hat schon immer den einen richtig hinfallen lassen, und den anderen erst richtig gepuscht. Das gilt für die komplette Mannschaft. Ich bin froh, dass wir einige "Lehrmeister" aktivieren konnten.

Wie siehst du die eigene Trefferquote?
Die ist völlig okay, da wir ja auch viel experimentieren. Für uns ist es halt wie eine super lange Vorbereitung, die wir möglichst optimal nutzen wollen und werden.

Hat es zu oft im eigenen Kasten geklingelt?
Ja, aber dadurch haben sich auch ganz klar die Stellschrauben ergeben. Das ist nicht schlimm, sondern sehr hilfreich. Wir alle werden nun noch mal unsere Eindrücke zusammen tragen und in der Rückrunde die Stellschrauben betätigen.

Wie sieht die Zielausrichtung für die restliche Serie aus?
Stabiler, kompakter, geschlossener und disziplinierter als eine verschweißte Einheit auftreten. Und wenn dies auch erst zum Saisonstart 2018/2019 passiert, dann ist das Timing perfekt gewesen. Denn dann geht es für die Wikinger richtig los.

Welches Spiel hat dir am meisten Freude bereitet?
Ach da will ich gar keines hervorheben. Da waren so gute Spielzüge und technische Leckereien dabei, da konnte man wirklich aus jedem Spiel was ziehen. Das Spiel gegen Gellersen war schon ordentlich.

Und bei welchem Match hast du graue Haare bekommen – und warum?
Na gut, wenn ich graue Haare bekomme bedeutet das ja, dass sie wieder dunkler werden. Handorf war definitiv ein Spiel für das EKG. Aber komplett, vom Warten auf den Torwart, über einen super Start, bis hin zum Einladen des Gegners zum Punktegewinn. Der Gast bekommt eventuell Geschenke, er verteilt keine. Aber gut, war auch wieder die Kategorie Learning by not doing.

Wer ist von den Spielern seit dem Saisonstart nicht mehr dabei?
Es ist keiner richtig weggegangen. Arbeit, Studium, Familie und andere Aktivitäten haben Spuren hinterlassen, aber die sind jetzt verwischt. Mir liegt, entgegen einigen Befürchtungen, derzeit keine Abmeldung vor. Und der 31.12. ist vorbei.

Gibt es Langzeitverletzte, die in der Rückserie wieder angreifen werden?
Ich hoffe, dass Fabian Rost mir noch mal zeigt, dass er ein super Knipser ist. Auch haben wir noch Hoffnung, dass Sidney Grimm aus beruflichen Gründen wieder mithelfen kann, den jungen Wilden zu zeigen, dass man weder 5 Meter Platz, 6 Minuten Überlegung oder einen planen Grasteppich braucht, um aus 10 Chancen auch mal 7 Tore zu schießen.

Werden euch in der Winterpause Spieler verlassen?
Nein.

Sind Neuzugänge sicher oder geplant?
Wir laden jeden ein ein Wikinger zu werden, und freuen uns auch auf neue Gesichter. Aber richtig Not haben wir nicht. Wir hatten bei Christian Köller vorgesprochen, da wir einen erfahrenen Torwart benötigen, und hoffen auf seine Klasse.

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