13.04.2017

Halbfinale Reserven-Pokal: Stellt SC Lüneburg II der Scharnebeck II ein Bein?

SC Lüneburg II – SV Scharnebeck II (Samstag, 16:00)

SC Lüneburg II oder SV Scharnebeck II – wie wird der Finalklub im Reservenpokal heißen? Der SC Lüneburg II spielt in der 3. Kreisklasse eine starke Rolle, wenn alles gut läuft, dann wird es wieder einen Aufstieg geben. Die SVS-Reserve spielt in der 1. Kreisklasse, ist vom Papier her Favorit – doch können die Gäste dieser Rolle gerecht werden? Die Gastgeber sind heiß, Trainer Torsten Sasse vertraut seinem Team, weiß, seine Spieler sind immer für eine dicke Überraschung gut. Es wird zur Sache gehen – wer wird am Ende jubeln können? Wir fragten bei SCL-Trainer Torsten Sasse und SVS-Coach Karsten Dikhof nach.

Torsten, Karsten, wie seht ihr derzeit die Stimmung im Kader?
Sasse: Die Stimmung in der Truppe war schon immer ein großer Trumpf und deswegen macht es auch enormen Spaß mit den Jungs zu arbeiten. Seit Kurzem gibt es nach dem Training am Freitag eine recht beliebte Kabinenparty und ich hoffe stark, dass diese am kommenden Freitag, mit Blick auf das Spiel, entsprechend angepasst wird.
Dikhof: Trotz der letzten Niederlagen ganz okay.

Wie groß ist das Selbstvertrauen derzeit?
Sasse: Wir sind 2017 noch ungeschlagen und auf einem guten Weg die uns gesteckten Ziele zu erreichen. Trotz des großen Selbstvertrauen spürt man zudem, dass keiner abhebt sondern jedes Spiel konzentriert und motiviert angeht. Durch die Breite des Kaders als auch durch die gute Trainingsbeteiligung haben wir einen stetigen Konkurrenzkampf und halten die Spannung hoch.
Dikhof: Man spürt, dass der recht große Abstand zu den Abstiegsplätzen gut fürs Selbstbewusstsein ist. Wir sollten aber damit nicht zufrieden sein und weiter an uns arbeiten.

Pokal-Halbfinale - welche Bedeutung hat das für euch?
Sasse: Für uns ein Bonusspiel und die Belohnung für die bisherigen Leistungen. Wenn man bedenkt, dass wir in der letzten Saison in der 2. Runde aufgrund von Spielermangel nicht gegen Scharnebeck antreten konnten und nun im Halbfinale auf sie treffen, dann zeigt das welche Entwicklung diese Mannschaft genommen hat.
Dikhof: Für die Spieler ist es als Titelverteidiger natürlich wichtig erneut ins Finale zu ziehen.

Was würde der Einzug in das Finale für den Klub bedeuten?
Sasse:
Wir sind die einzige Mannschaft im Halbfinale, die nicht in der 1. Kreisklasse spielt und haben damit ja bereits eine kleine Geschichte geschrieben. Jeder von uns würde diese sicher gerne noch um eine weiteres Kapitel erweitern. Wir haben im Viertelfinale mit dem SV Wendisch Evern II zudem bereits den letztjährigen Finalisten ausschalten können und da passt der SV Scharnebeck II als Titelverteidiger dann natürlich hervorragend ins Drehbuch…
Dikhof: Das Finale hat erst Bedeutung, wenn man es gewinnt - und das ist immer schön, auch wenn es „nur“ der Reserve-Pokal-Sieg wäre.

Wie schätzt du den Gegner ein?
Sasse:
Ich selber kenne die Truppe noch aus der letzten Saison, wo wir mit unserer 1. Herren gegen sie gespielt haben. Auch wenn sie in der Tabelle diese Saison schon besser stehen als in der letzten, spiegelt der 10 Tabellenplatz noch nicht ihre eigentliche Stärke wider. Sie haben spielstarke Typen in ihren Reihen und mit Henrik Hagemann zudem den Toptorjäger der 1. Kreisklasse.
Dikhof: Zum Gegner kann ich leider nicht viel sagen. Wer allerdings in ein Halbfinale einzieht, der hat den Pokal ernst genommen und muss dementsprechend auch von uns ernst genommen werden.

Auf was für ein Spiel stellt ihr euch ein - gibt es einen offenen Schlagabtausch?
Sasse:
Die Rollen für dieses Spiel sind alleine durch den Klassenunterschied klar verteilt. Im Gegensatz zu unseren Ligaspielen wird Scharnebeck sich sicherlich nicht hinten rein stellen und auf Konter lauern. Von daher gehe ich davon aus, dass sich ein ansehnliches Spiel entwickeln wird. Wenn wir unsere Leistung abrufen können dann besitzen wir genug Qualität, um das Spiel offen zu gestalten und Scharnebeck das Leben schwer zu machen.
Dikhof: Ich gehe davon aus, dass wir das Spiel dominieren werden. Ob wir konsequent genug sind, um das Spiel zu gewinnen, wird man sehen.

Wird es hart auf hart kommen und Elferschießen geben?
Sasse:
Sollte es dazu kommen, haben wir schon einiges richtig gemacht! Und da wir sichere Schützen in unseren Reihen haben, wäre mir da auch nicht bange vor.
Dikhof: Grundsätzlich habe ich nichts gegen ein Elfmeterschießen, wenn es vorher ein schönes Spiel war und wir als Sieger vom Platz gehen.

Was stimmt optimistisch, dass ihr jubeln könnt?
Sasse:
Unabhängig vom Ausgang des Spieles gibt es bei uns Grund zum Jubeln, da wir mit dem Halbfinale schon viel erreicht haben.
Dikhof: Weil die Jungs heiß auf die Titelverteidigung sind!

Wie schaut es vom Kader her aus?
Sasse:
Trotz Osterurlauben und einiger verletzungsbedingter Ausfälle werden wir einen vollen Kader haben. Die letzten Puzzleteile werden im Laufe der Woche noch geklärt. Große Veränderungen wird es im Kader aber sicherlich nicht geben und die Jungs werden im Training nochmal ordentlich Gas geben, um sich für die Startelf zu empfehlen.
Dikhof: Leider sind einige Spieler verhindert...

Andere Infos rund um Team/Verein?
Sasse:
An dieser Stelle möchte ich unseren Betreuern Heiko Wistrach und Udo Kölling meinen Dank aussprechen. Die beiden sind mit viel Leidenschaft dabei und sind für mich als auch für die Mannschaft eine enorme Hilfe.

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