13.04.2017

Halbfinale Reserven-Pokal: Offenes Duell der kleinen Wundertüten

TSV Gellersen II – TuS Barendorf II (Samstag, 16:00)

Der TSV Gellersen zählt zu den positiven Überraschungen der 1. Kreisklasse, ist oben mit dabei. Am vergangenen Wochenende besiegte der TSV den MTV Soderstorf, Trainer Thore Lohmann war wenig bis gar nicht begeistert. „Wenn wir so im Pokal gegen den TuS Barendorf II spielen, dann brauchen wir gar nicht anfangen“, so das Fazit des Trainers. Kann sich sein Team gegen einen Gegner steigern, der bisher Licht und Schatten zeigte? Der TuS ist immer für ein richtig gutes Spiel gut – aber auch für eine eher maue Vorstellung. Man darf gespannt sein, welches Team am Ende jubeln wird. Wir fragten bei Thore Lohmann und TuS-Obmann David Keese nach.

Thore, David, wie seht ihr derzeit die Stimmung im Kader?
Lohmann:
Die Stimmung ist gut wie immer.
Keese: Stimmungstechnisch ist alles in Butter. Wir haben 7 Spieltage vor Saisonende schon so viele
Punkte wie die letzten 3 Jahre am Ende der Saison und können dem Abstiegskampf erstmals 
komplett aus dem Weg gehen. Da sitzt der Schlüpfer natürlich etwas lockerer.
 
Wie groß ist das Selbstvertrauen derzeit?
Lohmann:
Wir schauen immer nur von Spiel zu Spiel. Mehr lässt unsere Personaldecke auch gar nicht zu. Aber trotz aller Widrigkeiten haben wir in dieser Saison erst zwei Spiele verloren. Da geht man natürlich anders in eine Partie als wenn man dauernd nur auf die Mütze bekommen hätte…
Keese: Die Jungs von der Hasenburg haben uns am letzten Sonntag deutlich unsere Grenzen aufgezeigt, aber das wissen wir gut einzuordnen. Das Selbstvertrauen für das Pokalspiel hat darunter nicht gelitten.
 
Pokal-Halbfinale - welche Bedeutung hat das für euch?
Lohmann:
Solche Pokalspiele sind immer etwas Besonderes. Und wir wollen wie schon 2014 natürlich auch ins Endspiel.
Keese: Gute Sache, aber logischerweise nur halb so schön wie das Finale. Wenn man schon so weit gekommen ist, dann möchte man natürlich auch ins Finale einziehen. Die Krombacher - Fässer wären bei uns zumindest in sehr guten Händen und relativ schnell wieder zurück bei der Brauerei. 
 
Was würde der Einzug in das Finale für den Klub bedeuten?
Lohmann:
Für den Klub? Nichts. Dem würde es auch ohne das Reservenpokalfinale 2017 gut gehen. So wichtig ist ein solcher Wettbewerb dann nun doch nicht.
Keese: In erster Linie würde es bedeuten, dass deutlich mehr Leute den Vatertag in Karze verbringen als üblich. 
 
Wie schätzt du den Gegner ein?
Lohmann:
Der TuS Barendorf II hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Dies ist vor allem der Verdienst von Trainer Roland Lienke, der immer mit sehr viel Herzblut und einer klaren Vision bei der Sache ist.
Keese: Gellersen ist ein ähnliches Kaliber wie Eintracht II und geht natürlich als Favorit in diese Partie. Es wird schon seinen Grund haben das sie seit 9 Spielen ungeschlagen und mitten im Aufstiegsrennen sind. Wir müssen schon einen Zuckertag erwischen und 110 Prozent geben, wenn wir ins Finale einziehen wollen.

Auf was für ein Spiel stellt ihr euch ein - gibt es einen offenen Schlagabtausch?
Lohmann:
Spiele gegen den TuS sind immer so etwas wie eine Wundertüte. Bisher hatten sie glücklicherweise aber meistens trotz aller Turbulenzen das bessere Ende für uns. Wir sind der Favorit, das ist ganz klar. Und ich wünsche mir, dass wir uns auch so verhalten und das Spiel entsprechend gestalten. Aber wie gesagt: Wundertüte…
Keese: Den gibt es vermutlich in den meisten Kreisklassen-Spielen, da wird es in diesem Spiel nicht großartig anders aussehen. Hauptsache es schneit nicht wieder...
 
Wird es hart auf hart kommen und Elferschießen geben?
Lohmann:
Davon gehe ich nicht aus.
Keese: Wüssten wir so etwas, würden wir uns in Zukunft nur noch auf Sportwetten fokussieren und das Geld im Vereinsheim verprassen. Besser wäre es aber wenn nicht, denn mannschaftsübergreifend haben wir die letzten 5 oder 6 Elfer alle versemmelt. 
 
Was stimmt optimistisch, dass ihr jubeln könnt?
Lohmann:
Die schwache Leistung beim 2:0-Sieg über den MTV Soderstorf am letzten Sonntag. Da hat wohl jeder gemerkt, dass es so nicht geht.
Keese: Dass die Jungs Samstagsabend immer offensichtlich mehr Durst haben als an anderen Tagen. Nach einem Sieg lässt es sich ja bekanntlich viel schöner feiern.
 
Wie schaut es vom Kader her aus?
Lohmann:
Es fehlen nur Struwe (Urlaub) und Lu. Thörner (Kreuzband-Operation - Gute Besserung weiterhin!!!). Inklusive Co-Trainer Kleinecke bekommen wir also aus eigener Kraft 14 Leute zusammen.
Keese: Bei so speziellen Spielen haben ja üblicherweise immer deutlich weniger Leute dringende Termine, deswegen haben wir vermutlich mehr Spieler im Gepäck als wir einsetzen können. Das spielt den taktischen Raffinessen von Übungsleiter Lienke in die Karten.

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