31.01.2018

Faustball: TSV Bardowick hat vorübergehend das rettende Ufer erreicht

Was für ein Spieltag in der Faustball-Bundesliga in Bardowick. Der ausrichtende TSV startete gegen die SG Stern Kaulsdorf mit 11:6 im 1. Satz, musste dann aber in der Verlängerung den 2. Satz mit 10:12 abgeben. Danach hatten die Bardowickerinnen wieder ihr Spiel mit kurzen Bällen aufziehen können und gingen nach einem erneuten 11:6 mit 2:1 in Führung. Aber jetzt hatten die Berlinerinnen sich immer besser auf die Bardowicker Taktik eingestellt und über ihre Hauptangreiferin Aniko Müller erreichten sie den 11:8-Satzerfolg. Im Entscheidungssatz dominierte dann zunächst der TSV und ging über 5:2 und 8:3 in Führung, konnte sogar auf 10:5 davonziehen.

Kaulsdorf gelangen jetzt vier Punkte infolge und beim TSV begann das große Zittern. Mit einem gut platzierten Rückschlag sicherte Michaela Grzywatz ihrem Team den so dringend benötigten 11. Punkt, der zum Satz- und Spielgewinn reichte.
Nach diesem 3:2-Erfolg musste der TSV ( jetzt 10:16 Punkte ) gegen den deutschen Meister und Tabellenführer Ahlhorner SV (22:4) ran, der zuvor mit 3:1 gegen Kaulsdorf ( 12:16 ) gewonnen hatte.Als klarer Favorit zog Ahlhorn im 1. Satz auf 5:2 davon, der TSV konnte dann zwar noch einmal auf 6:7 verkürzen, hatte aber mit 7:11 das Nachsehen. Auch im 2. Satz sah es nach einem weiteren Ahlhorner Satzgewinn aus, führte früh mit 5:1. Aber das Fedders-Team mobilisierte noch einmal alle Kräfte und ging mit 8:5 in Front, stand beim 10:8 sogar vor dem Satzgewinn. Der gelang aber nicht (10:12 ). Im 3. Satz führten die Gäste schnell mit 5:0, dann 9:5 und die Partie schien entschieden zu sein. Bardowick machte jetzt noch einmal Druck im Angriff, stand ganz sicher in der Abwehr und belohnte sich so mit einer 11:10 –Führung. Wieder war es ein Satz auf der Kippe, den der TSV überraschend mit 12:10 für sich entschied. Ähnlich verlief auch der 4. Satz, allerdings wechselte die Führung bis zum 9:9 ständig ab. Am Ende gelang dem TSV ein 12:10 in der Verlängerung. Spielstand jetzt 2:2. Im Entscheidungssatz sahen die Zuschauer nicht nur guten Faustballsport, sondern auch zwei völlig verschiedene Halbzeiten. Bardowick zog auf 7:2 davon, musste aber zusehen wie der deutsche Meister punktete und am Ende noch mit 11:8 gewann.
Trainer Falk Fedders: “Meine Mannschaft hat heute großartig gekämpft und gespielt. Schade, dass es am Ende nicht ganz gereicht hat. Aber den Mädels sind nach insgesamt 10 Sätzen ( 2 Std. und 45 Min.) zum Schluss leider die Körner ausgegangen. Dennoch, wir haben uns heute sehr gut präsentiert und neben dem Sieg gegen Kaulsdorf auch noch 2 ganz wichtige Sätze gegen Ahlhorn geholt.“
Der TSV Bardowick hat jetzt 10:18 Punkte und 21:29 Sätze und ist nicht mehr auf einem Abstiegsplatz. Den hat jetzt nach zwei Niederlagen am Sonntag Bayer 04 Leverkusen übernommen (ebenfalls 10:18, aber 22:33 Sätze).
Am kommenden Sonntag findet dann das Fernduell dieser beiden Vereine statt. Bardowick spielt in Kellinghusen gegen den Gastgeber und gegen den Tabellendritten SV Moslesfehn. Leverkusen hat auch kein leichtes Programm vor sich. Ahlhorn und Brettorf heißen die Gegner.

TSV: Kim Reukauf, Chantal Heins, Julia von der Lieth, Janina von der Lieth, Franziska Heinemann, Michaela Grzywatz, Katharina Kropp und Kathrin Wolter.

Bericht von Heinz Lux

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