Mein Luenesport

23.05.2017

LSK vor dem Pokalfinale: „Wir fahren mit breiter Brust und Vorfreude nach Osnabrück!“

VfL Osnabrück – Lüneburger SK (Donnerstag, 14:45 Uhr) in Osnabrück

Hoffentlich kann der LSK am Donnerstag in Osnabrück auch so ausgiebig jubeln.

Der Lüneburger SK steht vor dem krönenden Abschluss der Saison! Am kommenden Donnerstag geht es im Finale des Niedersachsenpokal beim VfL Osnabrück um die dicke Chance, mit einem großen Pott nach Hause zu fahren. Dazu wird die Partie in der ARD in Ausschnitten gezeigt – viel besser können die Spieler ihre Farben nicht präsentieren! Doch sind die Spieler nervenstark genug, und wie groß ist der Nachteil, dass man in Osnabrück antreten muss? Sind alle Spieler so heiß wie Cotrainer Thomas Oelkers, dann kann es nur einen Gewinner geben! Wir sprachen mit Oelkers über das Spiel des Jahres.

Thomas, wie beurteilst du die Leistungen in den Vorwochen insgesamt?
Wir haben den Klassenerhalt auch schon vor dem letzten Spieltag geschafft, weil die Mannschaft alles weggesteckt hat in den letzten Wochen bzw. in den Ligaspielen. Natürlich hätten wir gerade nach der Hinserie weiter oben landen können, aber zu viele Spiele gingen trotz guter Leistungen knapp verloren. Wir sind aber mit der Saison und dem Erreichten - Klassenerhalt und Qualifikation DFB-Pokal - dennoch sehr zufrieden.

Wie groß ist das Selbstvertrauen derzeit?
Wir fahren mit breiter Brust und Vorfreude nach Osnabrück.

Pokalfinale - welche Bedeutung hat das für das Team?
So ein Bonusspiel ist für jeden Fußballer das Bonbon schlechthin.

Schade, dass das Spiel so weit weg von Lüneburg ist?
Ja, aber nach Rehden hatten wir aber auch einen irre Fangemeinde als Unterstützung. Und die wird sich auch darauf freuen, uns in einem großen Stadion anzufeuern.

Gibt es in so einem Match einen Favoriten?
Grundsätzlich ist doch erst einmal der klassenhöhere in der Favoritenrolle, der ja nun auch mal ziemlich lange an den Aufstiegsplätzen zur 2. Liga dran war.

Auf was wird es ankommen, um eine gute Leistung zu erbringen?
Wie immer, auf die taktische Umsetzung, den Willen und gerade in diesem Spiel um die Leidenschaft.

Bedenken, einige Spieler könnten Probleme mit den Nerven bekommen?
Na ja, ich rechne schon mit einer guten vierstelligen Zuschauerzahl. Und in Kombination mit der Akustik in einem Stadion ist das schon mal etwas Besonderes für uns. Aber die Kunst liegt darin, diese Einflussfaktoren den Nerven zu verwehren und diese umzumünzen in positives Adrenalin.

Wie schätzt du den Gegner ein?
Der wird alles dafür tun, zum Saisonabschluss in der eigenen Stube den Pott zu holen.

Auf was für ein Spiel stellt ihr euch ein - gibt es einen offenen Schlagabtausch?
Vielleicht zum Schluss hin, sollte ein Team knapp zurück liegen. Wir werden versuche, das Spiel möglichst lange offen zu halten und uns natürlich auch ein paar Chancen zu erspielen.

Wird es hart auf hart kommen und ein Elferschießen geben?
Mal schauen, in einem Pokalspiel ist ja bekanntlich alles möglich.

Was stimmt optimistisch, dass ihr jubeln könnt?
Der stets gewachsene Wille und die Entwicklung dieser Mannschaft lässt uns daran glauben.

Solltet ihr verlieren – trotzdem ein Riesenerfolg oder bliebe nur Enttäuschung?
Diese Frage stellt sich zum einen nicht, zum anderen antwortet man hierauf vor einem Spiel nur, wenn man sich schon vorher entschuldigen möchte. Genau das darf man eben nicht.

Zum Pokalfinale nach Osnabrück noch einmal mit Jannis Opalka

„Es muss bei uns alles passen und der VfL Osnabrück darf nicht seinen besten Tag erwischen“! Elard Ostermann, Trainer des Regionalligisten Lüneburger SK gibt sich vor dem Finale im Krombacher Niedersachsenpokal am Donnerstag um 14.45 Uhr an der Bremer Brücke in Osnabrück verhalten optimistisch. „Dann haben wir eine Chance“.
In diesem letzten Höhepunkt der Saison hat er noch einmal seinen Kapitän Jannis Opalka im Kader, der nach der Saison erst einmal eine Pause einlegen wird. Dagegen muss Ostermann auf Pascal Eggert verzichten, der sich einer Meniskus-Operation unterzieht und erst nach der Sommerpause der Mannschaft wieder zur Verfügung steht. „Unsere Spieler“, so Ostermann, „freuen sich auf das Spiel und die Atmosphäre und sind voller Selbstvertrauen“. Die Partie wird im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ ausgetragen. Die ARD überträgt die 19 Endspiele in Konferenzschaltungen live in drei Slots.
Für den Lüneburger SK ist das dritte Finale um den Krombacher Niedersachsenpokal. 2000 unterlagen die Lüneburger bei Kickers Emden nach Elfmeterschießen, acht Jahre später zog man zu Hause gegen Eintracht Nordhorn ebenfalls nach Elfmeterschießen mit 8:9 den Kürzeren.
Einige Spieler des LSK feiern am Donnerstag ein Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Teamkollegen Kwasi Okyere Wriedt, der vor einem Jahr noch für den LSK Torschützenkönig der Regionalliga Nord wurde und in der laufenden Saison bereits 12 Treffer für den Drittligisten VfL Osnabrück erzielt hat. Für den VfL wäre es der vierte Sieg im Krombacher Niedersachsenpokal nach 2005, 2013 und 2015.
Die Osnabrücker, die auf drei ihrer Stammspieler auf Grund eines Betrugs-Vorwurfs verzichten, haben sich an der traditionsreichen „Bremer Brücke“ in der abgelaufenen Drittliga-Saison als besonders heimstark erwiesen und aus 19 Spielen elf Siege und drei Unentschieden geholt. Trainiert wird die Mannschaft vom VfL-Rekordspieler Joseph „Joe“ Enochs.

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